Bei facebook steht aber… Fake News

Durch die lange Zeit zu Hause nutzen Kinder und Jugendliche momentan verstärkt das Internet. Hierdurch kommen sie auch in Kontakt mit Informationen, die als Fake News zu bezeichnen sind, sowohl zu diversen politischen und wissenschaftlichen Themen als auch zum Thema Corona. Die Suche nach Antworten rund um diese auch für Kinder beängstigende Zeit kann sie auf Seiten führen, die keine Fakten, sondern Verschwörungstheorien verbreiten.

Eine Möglichkeit Kindern nur kindertaugliche und glaubwürdige Quellen zugänglich zu machen, ist das Nutzen von Suchmaschinen extra für Kinder. Über die App/Seite „fragFinn“ werden beispielsweise Ergebnisse angezeigt, die den Jugendschutz erfüllen und von seriösen Quellen stammen. Hier können Kinder sich zu Corona informieren. Weitere Suchmaschinen werden auf der Seite https://www.rnd.de/digital/das-sind-die-besten-suchmaschinen-fur-kinder-O7BMPZLMSCMBQLCZEP3H3ASPGA.html vorgestellt. Eine weitere Möglichkeit, ist das Nutzen der Kindernachrichten „logo“, die über die ZDF-Mediathek geguckt werden können und die aktuelle Situation seriös und in anschaulicher Weise für Kinder erklären.

Grundsätzlich ist jedoch auch Medienkompetenz der Schlüssel, um Fake News schnell zu entlarven. Über die Initiative Klicksafe kann man viele Materialien bestellen oder downloaden, um Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, Fake News zu entlarven (https://www.klicksafe.de/bestellung/).

Zusätzlich kann man sich auch spielerisch mit dem Thema auseinandersetzen und einmal selbst ausprobieren, wie Nachrichtenseiten wirtschaften: http://www.fakeittomakeit.de/

Eine Seite, die besonders anschaulich ist und dadurch sehr gerne von Menschen genutzt wird, die Verschwörungstheorien verbreiten, ist YouTube. Hier ist das Tolle an der Seite gleichzeitig auch ihr größter Nachteil: Jeder kann etwas hochladen und dort erzählen, was er/sie mag. Hier sollten Sie also besonders dafür sensibilisieren, dass Ihr Kind, bei Themen, die es bei YouTube sieht, auch immer alternative Ansichten anschaut. Auf diese Weise kann man zumindest erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen nicht nur eine Sichtweise verinnerlichen, sondern auch Gegenentwürfe.

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind vertritt Thesen, die Sie für Fake-News oder Verschwörungstheorien halten, ist es ratsam, mit Ihrem Kind darüber zu sprechen, es nach seinen Quellen zu fragen und auch selbst diese These einfach mal in Suchmaschinen einzugeben, da dort häufig schon andere Nutzer diese Behauptungen entlarvt haben und über die Argumente der Seiten diskutiert haben.

Weitere Hinweise erhält man über das Angebot von „Schau hin“, die insbesondere auch zu Fake News in Zeiten von Corona aufklären (https://www.schau-hin.info/sicherheit-risiken/fake-news-umgang-mit-falschmeldungen). Hier gibt es außerdem auch Elternratgeber zu verschiedensten Themen rund um Medien zum Download.

Sollten Sie darüber hinaus Fragen oder Sorgen über den Internetkonsum Ihres Kindes haben, gibt es Hilfsangebote für Eltern, wie zum Beispiel das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer unter 0800-111 0 550 oder das Beratungsangebot der Landesstelle Sucht (www.elternberatung-sucht.de). Eine Übersicht der Beratungsangebote je nach Thema bietet die Seite www.medienkompetenzportal-nrw.de.

(INES-Team)