Darauf haben alle Gamer gewartet – Handy, Laptop und Co.

Wochenlang zuhause eingesperrt, durch nichts mit der Welt verbunden außer dem Internet – ja, es klingt wie der Traum eines jeden Klische-Gamers, endlich haben alle Zeit zum Zocken, da außer den eigenen vier Wänden eigentlich nichts mehr stattfindet. Weltweit leiden viele Branchen unter der Corona-Krise, die Gaming- und Streaming-Branche gehört freilich nicht dazu. Sie ist unter den wenigen Profiteuren ganz oben mit dabei – neben Klopapier- und Desinfektionsmittel-Herstellern.

Doch so lustig es klingt, klar ist auch, Corona-Zeit ist Medien-Zeit. Oder zumindest Mehr-Medien-als-sonst-Zeit. Denn viele Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche fallen aktuell einfach weg. Ob Vereine, Treffen mit Freunden, Jugendzentren, Musikunterricht oder Fussball – nichts von alledem ist aktuell möglich. Es bleibt also kaum etwas anderes übrig, als zumindest einen Teil der nun vorhandenen Zeit auch in Medien zu stecken. Wichtig hierbei ist, dass diese Zeit möglichst sinnvoll und nicht nur mit Fortnite und witzigen Fail-Compilations verbracht wird. Daher hier Tipps zur möglichst sinnvollen Beschäftigungen im Internet:

Youtube
Auf Youtube finden sich eine Vielzahl an unterhaltsamen, aber auch informativen Videos. Aber leider eben auch viel Schrott. Daher ist es wichtig, seine Kinder nicht mit youtube alleine zu lassen, sondern darüber zu sprechen, was geschaut wird. Für Kinder empfiehlt sich außerdem die App Youtube Kids, eine sichere Umgebung für Kinder mit ausgewählten Inhalten. Für ältere sind hier ein paar Kanäle, die zum Funk-Netzwerk gehören und somit Teil der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD/ZDF) sind.

Dinge erklärt – kurzgesagt hat schön animierte Videos mit wissenschaftlichem Inhalt.

Ebenfalls wissenschaftlich und sehr interessant sind die Videos von mailab.

Ebenfalls viel Bildung in unterhaltsamen Videos produziert Mr. Wissen2go.

Mr. Wissen2Go Geschichte ist sein Zusatzkanal mit historischen Themen.

Schön, verständlich, kritisch und fundiert. Simplicissimus schreibt Essays zu Fragen, die du dir noch nie oder viel zu oft gestellt hast.

Fynn Kliemann ist Heimwerker und Musiker und gibt spannende Einblicke in Arbeiten auf seinem eigenen Kliemannsland.

Insgesamt bietet Funk 71 Kanäle mit vielen verschiedenen Inhalten. Hier findet sich eine Gesamtübersicht.

Gaming
Auch Computerspiele gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Nicht alles davon ist für Kinder und Jugendliche geeignet. Die USK bietet mit ihrem Wertesystem eine gute Orientierung, welches Spiel ab welchem Alter geeignet ist. Spiele mit der Freigabe Ab 18 gehören nicht in die Hände eines 12-Jährigen. Und insbesondere beim Online-Spielen sind nicht alle Communities für ihre Freundlichkeit bekannt. Anfeindungen und Beleidigungen sind leider Teil davon. Mit Spielen wie Minecraft oder Fifa macht natürlich niemand etwas verkehrt – wobei es auch hier auf die Dosierung ankommt. Es ist aber völlig okay, wenn jetzt etwas mehr gespielt wird als sonst – vor allem, wenn dadurch eine Beschäftigung mit Freunden möglich ist. Denn oft ist das Spielen nur ein Nebeneffekt – im Fokus steht das Gespräch mit Freunden – und das ist momentan vor allem auf diese Weise möglich.

Wer etwas Überblick im Dschungel der vielen Spiele braucht, dem sei der Spieleratgeber NRW dringend empfohlen. Hier werden Spiele von Jugendgruppen unter Anleitung getestet – vor allem auf ihren pädagogischen Mehrwert. Wenn ein Spiel hier eine Empfehlung bekommt, ist es auf jeden Fall eine gute Wahl.

Surfen
Wer kindgerecht im Internet surfen möchte, sollte besser nicht auf Google zurückgreifen. Zu schnell finden sich hier Ergebnisse, die für Kinder eher ungeeignet sind. Inzwischen gibt es diverse Suchmaschinen für Kinder, mit denen sich kindgerecht im Internet surfen lässt, deren Ergebnisse ausgewählt sind und aus seriösen Quellen stammen. Eine dieser Suchmaschinen ist Frag Finn. Weitere finden sich in der Übersicht des Redaktionsnetzwerks Deutschland.